Communiqué zur Gründung der AntiDeutschen Aktion Mannheim [ADAM]

„Nicht einmal in meinen Albträumen habe ich geahnt, dass ich mir kurz vor meinem achtzigsten Geburtstag die Frage stellen muss, ob ich den Judenmord überleben durfte, um das erleben zu müssen.“ – Charlotte Knobloch

Durch den in Deutschland und Europa grasierenden Antisemitismus, der sich gerade jetzt – zur Zeit einer der gröszten auszenpolitischen Krisen Israels seit der Staatsgründung – im Gewand der vermeintlich intelektuellen Form des Antizionismus manifestiert – fühlen wir uns dazu verpflichtet, den herrschenden Zuständen mit der Gründung der AntiDeutschen Aktion Mannheim [ADAM] entgegenzutreten und einen Gegenpol zu schaffen.

Fast 70 Jahre nach der Zerschlagung Nazi-Deutschlands musz das US-amerikanische Projekt der Entnazifizierung der Deutschen als gescheitert betrachtet werden. Die nach der „Herrschaft der zwei Diktaturen“ geläuterten Deutschen haben heute einen antisemitischen Grundkonsens etabliert, mit deszen Hilfe sie – sich selbst durch die Lehren von Auschwitz zum obersten Richter ernennend- zum erneuten Angriff auf den letzten Schutzraum der Jüdinnen und Juden blasen. Zwar wiederholt die Bundesregierung bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihr Versprechen der unverbrüchlichen Solidarität mit Israel; dies beraubt sich jedoch jeder Glaubwürdigigkeit, wenn im gleichen Atemzug wahlweise ein einseitiger Stopp des Siedlungsbaus, Unterlassen von militärischen Reaktionen auf Raketenbeschuss oder das Verbot von religiöser Beschneidung für jüdische Jungen in Deutschland gefordert wird. Besonders wohl fühlt sich das moralische Gewissen im Herzen der deutschen Sozialdemokratie, wenn in Gestalt der Parteien SPD und Die Linke in arabischen Terrororganisationen, wie Hamas oder Fatah, Verhandlungspartner für die israelische Regierung ausgemacht werden und sich diese hysterisch einer militärischen Intervention gegen die iranischen Mullahs und deren Atombombe in den Weg stellen.

Diese Positionen werden von der – sich radikaler als ihre großen Vorbilder gerierenden – linksradikalen Polit-Szene überwiegend geteilt, die sich – aufgrund ihres anti-nationalen Selbstverständiszes – selbstverständlich anti-zionistisch positioniert, aber gleichzeitig ein palästinensisches nation-builidung, zu Ungunsten des einzigen jüdischen Schutzraumes, befürworten.

An dieser Stelle haben wir uns dazu entschlossen zu intervenieren, um dem anti-zionistischen Grundkonsens der radikalen Linken, vor allem in Deutschland, entgegenzuwirken, da wir uns hier, in einer – ihrem Selbstverständnis nach – antifaschistischen Bewegung, noch ein Restpotential an kritischem Denken erhoffen; eine Hoffenung, die wir für den Rest der deutschen Gesellschaft schon lange aufgegeben haben.

Durch die Gründung der [ADAM] wollen wir zur Aufklärung über menschenverachtenden Ideologien wie Homophobie, Sexismus, Rassismus oder Antisemitismus beitragen, wobei das Ziel unserer Arbeit darauf ausgerichtet bleibt, “ alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“ (Karl Marx – Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung)

In diesem Sinne: Scheisz Deutschland – Israel bis zum Kommunismus